Kategorie: Lyrics (Seite 2 von 53)

Herbstwind

Bäume ohne Laub
Das ist wie Mundraub
Den Wind kümmerts nicht.
Copyrights Sabine Adameit

 

Reformation

 

Crucifix

Reformation verkommt zur Animation.
Luther wird zum Spielball
Von Kirche und Meinungen.
Revolutzer und Judenhasser.
Christentum und Antisemitismus,
Ein Paradoxon in sich,
Jedoch nicht für die Kirche,
Die im Namen Gottes tötet
Und Waffen segnet.
Die nun zwei Glauben predigt,
Sich spaltet und wieder findet,
In der Ökumene.
Welch Amüsement
Für unseren, einzigen, alleinigen Schöpfer,
Der Muslime, Juden, Buddhisten, Christen
Und wie sie sich alle
In seinem Namen nennen…
Copyrights Sabine Adameit

 

Sehnsucht

Sehnen und suchen,
Erhoffen, verzehren.
Erwünschen, erträumen,
Verlieren, begehren.
Wie eine Droge
Schleicht sie sich ein,
Diese Sehnsucht,
Dieses schmerzlich
Glückliche Gefühl,
Gemischt mit Trauer,
Bangen und Hoffen.
Sehnsucht findet
Den Kern der Liebe.
Copyrights Sabine Adameit

 

Babylon

 

Wortgewalt

Worte, zur Verständigung gedacht.
Im Detail so oft
Führend zu Missverständnissen.
Weil nicht nur Worte klingen,
Sondern Egos mitschwingen.
Selbstverliebte Statements,
Als Zustimmung zur eigenen Meinung,
Zum unangreifbaren Ich.
Worte, die nur angenommen,
Um zu bestätigen.
Gehen sie nicht konform,
Werden sie abgetan,
Werden nicht ernstgenommen,
Weil sie treffen können.
Den Kern, das Innere.
So verklingen sie, gehört,
Doch unverstanden.
Schwelen im Hintergrund,
Wirken weiter,
Bleiben jedoch unerkannt
Und unverstanden.
Früher war es die Metapher
Zum Turm von Babylon.

Copyrights Sabine Adameit

 

Alles vergessen

Noch gar nicht lange her

da gab es Leid, Schmerzen,
Hass und Gewalt.
Mensch zerstört Heimat
im Namen des Volkes.
Mensch hungert,
Mensch darbt,
verliert alles.
Seinen Glauben an das Vaterland,
seinen Glauben an das Gute.
Mensch muss mitansehen,
wie alles zerstört wird,
im Namen eines Vaterlandes,
das nie eins war.
Im Namen von Führern,
die ihrem Machtwahn
das Wohl des Volkes,
seiner Menschen opfert.
Nach gerade einmal
70 Jahren ist alles vergessen.
Der Schrei nach dem Vaterland,
dem Menschen nichts wert sind,
ist wieder da.
Wieder geht es nur um eigene Pfründe,
um Stolz auf etwas,
das nicht wir erarbeitet haben,
sondern unsere Vorfahren,
Menschen, die noch wussten,
was Moral, Ethik
und Stolz bedeuten.
Unsere Familien,
die noch lebten,
was Stolz wirklich beinhaltet.
Eigenes, erarbeitet, erschaffen,
aus eigener Kraft.
Und nun ist es ein falscher
Stolz auf ein Land,
Mit ewig Unbelehrbaren
Für die man sich schämen muss,
die nichts gelernt haben,
aus den Fehlern,
die Nationalstolz verursachen kann.
Armes, bedauernswertes Deutschland,
du reiches, freies Land.
Wird sich deine Geschichte wiederholen?
Ist denn alles vergessen?
©Sabine Adameit

 
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