Autor: Sabine Adameit (Seite 106 von 156)

Fremder

Mercy

Mercy

Ein Fremder steht vor deiner Tür
Er sieht nicht aus , wie du
Er hat einen dunklen Teint
Schwarze Locken, tiefbraune Augen
Er fragt, ob du Arbeit für ihn hast
Er will kein Geld,
Er hat Hunger und
Braucht ein Dach über dem Kopf
Weist du ihn zurück?
Schließt du die Tür
Schließt du dein Herz?

Ein Fremder steht an der Grenze
Viel zu leicht bekleidet
Für dieses Land und sein Klima
Er hat kein Gepäck,
Seine Familie steht zitternd hinter ihm
Er hat keine Papiere
Er ist geflohen und froh,
Dass er überlebt hat
Ihr schließt eure Grenzen
Und nennt euch EU?

Unternehmer, Politiker
Ihr habt Familie
Wie dieser Fremde
Ihr habt ein Herz
Ihr liebt , ihr leidet
Ihr seid Menschen
Warum macht ihr aus eurem Herzen
Eine Mördergrube
©Sabine Adameit

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Die Natur

Life

Nature

 

Stiller und stiller wird sie
Weint leise vor sich hin
Sie hat gekämpft
Sie hat sich gewehrt
Immer wieder gemahnt
Gewarnt und erklärt
Um Verstand und Verständnis gebeten
Mit viel Liebe und Geduld
Mit Empathie und Toleranz
Akzeptanz und Duldung
Immer wieder brach sie das Schweigen
Nun hüllt sie sich in ihren Schleier
Der Trauer, der Verzweiflung
Der Hoffnungslosigkeit
Es tut so weh
Sie spürt diesen Schmerz
Körperlich und tief in sich
Sie weiß, bald muss sie sich trennen
Mensch oder Natur
Sie hat es immer wieder versucht
Vergeblich, ohne Verstand
Wütet Mensch, als würde er sie nicht brauchen
Bald kommt die Zeit
Da wird sie ihre Wunden lecken
Und wieder in sich ruhen
Mensch du hast sie nicht verdient
Die Natur
©Sabine Adameit

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