Autor: Sabine Adameit (Seite 125 von 156)

Kindheit III

unbedarft, zügellos
Halt suchen
Grenzen finden
ausprobieren, erfahren,
scheitern, fallen,
aufstehen, weiter,
Eltern trösten,
leben vor,
verzeihen, strafen
oft ungerecht,
meist fair,
die Liebe zählt,
und lindert Schmerz,
Arme trösten,
Wunden heilen
einfach pusten,
die Liebe heilt
Verständnis später,
fällt so schwer,
geht nur mit Liebe,
Kind geht Wege,
ganz alleine,
probiert aus,
muss Fehler begehen,
deren Ergebnisse du kennst,
Verständnis, Geduld,
Liebe, Liebe…
Erfahrung kann keiner abnehmen,
nur so geht lernen,
helfen, da sein,
unterstützen, lieben,
Kindheit, wachsen,
so schwierig,
so schwer.
Helfen wollen,
heißt nicht,
helfen können.
Lernen wollen,
heißt nicht,
annehmen zu können.
Aus Fehlern lernen,
der rauhe Weg
aus der Kindheit
für beide,
Kind und Eltern.
Lernen lassen,
zur Seite stehen,
Liebe geben
nicht Annehmen verzeihen,
Eine harte Schule
für beide
eine spannende Zeit,
die fürs Leben prägt.
Die wichtigste,
die das Leben formt,
eine Zeit,
von der du dich
nie löst,
sie begleitet dich
dein Leben.
Sie setzt Maßstäbe
für alles,
was du fühlst,
denkst und tust.
Kindheit,
nie vergeht sie ganz,
nie wirst du sie los,
sie begleitet dich,
du lernst durch
ihre Augen,
du denkst mit ihr,
du vergleichst
und forderst,
du verstehst nur
durch sie.
Elternliebe,
so intensiv,
so nachhaltig,
so stark.

©S.Adameit

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Facetten der Liebe

Warm und weich
kann
liebevoll oft
zärtlich
sollte sein
hart und fordernd
oft
behutsam zaghaft
anfangs
beständig
immer seltener
wachsen
sollte sie
ohne Fordern
ohne Pflicht
einfach da
Eltern Kind
ganz klar
Mann Frau
so facettenreich
so vielfältig
so diffizil
so einfach und
doch so kompliziert
erotisch
beherrschen
opfern
annehmen und geben
fordern
sich zurücknehmen
Liebe in allen Facetten
das große Mysterium.

©S.Adameit

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Wir sind das Volk

Mad Germany

Und nun
sitze ich hier
mir wird Angst und bange
in diesem Lande
mit diesem Volk,
das ständig schreit:
wir sind das Volk.
Aufrechte Bürger,
besorgte Bürger
nennen sie sich.
Klingt erstmal gut,
sie sorgen sich,
sie sind unzufrieden,
aber
warum eigentlich?
Da gibt es Menschen,
die fliehen
vor Krieg und Terror
und aufrechte Bürger
interessiert es nicht?
Diese Besorgten
kamen vor kurzem
über eine Grenze,
die für sie unerreichbar schien.
Nun dürfen andere
nicht dasselbe wollen?
Frieden und Freiheit,
so selbstverständlich
für uns
aus dem Westen
frei und unabhängig,
nie besorgt
auch nicht aufrecht,
einfach nur da,
wenn es um Demokratie
und Empathie geht.
Wir sind das Volk?
Ja das sind wir!
In jeder Beziehung,
wenn es darum geht,
Bedrohten, Verfolgten,
Misshandelten zu helfen.
Wir sind das Volk!
Wir brechen Mauern,
wir lassen Verfolgte ein.
Wir helfen,
wenn Not ist.
Wir sind das Volk.
Und das wird kein Nazi,
AfDler oder
wer auch immer ändern!
Wir sind
ein bevorzugtes Volk,
das die Gnade hat,
anderen helfen zu können,
weil es uns gut geht.
Weil wir geben können.
Weil wir zuviel von allem haben.
Weil wir keinen Krieg haben,
sondern ihn machen.
Weil wir ein Volk sind,
das gelernt hat,
aus schrecklichen Untaten,
aus der Vergangenheit.
Wir, du und ich und du,
wir sind das Volk!

©S. Adameit

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