Autor: Sabine Adameit (Seite 129 von 156)

Zu schön

Zu schön,

diese Momente,

wenn du mich anstrahlst,

mit deinen klaren,

blauen Augen,

in denen Sterne funkeln.

Wenn dein Mund

mich weich anlächelt,

meine Lippen sanft berührt.

Wenn du liebevoll

meine Hand in deine nimmst,

wenn du mir jeden Wunsch

von den Augen abliest.

Zu süß,

wenn du böse wirst,

mich und deine Welt

nicht mehr verstehst.

Wie ein kleiner Junge,

der so viele Fragen hat,

auf die er keine

Antworten bekommt.

Zu lieb,

wenn du dich bemühst,

mir alles recht zu machen,

mich auf Händen zu tragen,

auch wenn ich manchmal

verdammt schwer

zu nehmen bin.

Zu schön,

dass du bei mir bist,

für mich und mit mir.

Zu schön,

dass es dich gibt.

©Sabine Adameit

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Später

Meine kleine Diva,

sie, die es nie war,

pellt sich in ihre

Leberwurst, kriecht

in ihre Hülle.

Schmollt im Kämmerlein,

wo sie jammern kann,

ohne zu verletzen,

denn das würde auch sie

dann schmerzen, weil

schnell Worte fallen,

die einfach nur

weh tun sollen.

Tränen werden sie benetzen,

denn die Welt ist so ungerecht,

speziell diese eine, jene,

welche, die so unbarmherzig,

böse vermeintliche

Wahrheiten verbreitet

und sie verleitet zu

Stichen, Hieben,

Bösartigkeiten, die

gar nicht artig sind.

Krüllt sich in die Ecke

und hadert mit mir

und überhaupt mit allem.

Später werden wir

darüber lachen und

unsere Scherze machen.

Später, wenn wir uns

in die Arme nehmen,

wenn das Feuerwerk vorbei ist.

Später wissen wir,

wie albern wir wieder waren,

wie unnötig solch Explosionen sind,

wie unwichtig es war,

sich so zu ärgern,

einfach lächerlich.

Später werden wir

uns wieder nah sein

und wissen,

was wirklich wichtig ist.

©Sabine Adameit

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Sag mir

Wenn ein Leben stirbt,
dann stirbt ein Teil von mir.
Dann spüre ich,
wie kostbar meine Zeit ist.
Jede Sekunde, jede Minute,
wahrnehmen, mitnehmen,
aufnehmen, genießen.
Eine kurze Sequenz,
gefüllt mit Freude,
so vielen schönen Erlebnissen,
mit Krankheit und Kummer.
Mein Leben gebe ich dir
und dir und dir.
Immer wieder würde ich es tun,
für dich,
für das,
was ich liebe.
Für das,
was mein Leben so bereichert,
für das,
was mich ausfüllt.
Für das was mir guttut,
damit ich dir Gutes tun kann.
Gib mir ein Zeichen,
sag mir, wenn du nicht mehr kannst.
Kämpfe nicht für mich,
nur für dich,
wenn du noch willst,
wenn du noch kannst.
Es ist deine Entscheidung.
Ich nehme sie an.
Wir lasen gemeinsam
ein wunderschönes Buch,
sag mir,
wenn du die letzte Seite liest.

©Sabine Adameit

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Leben, wann lass ich dich gehen

Hoffen Bangen
Angst und Warten.
Leben, willst du mich?
Will ich noch?
Kann ich, darf ich?
Buch, was steht geschrieben?
Habe ich noch Zeit?
Leben, sag mir,
was soll ich noch tun?
Leben, sag mir,
ist es getan?
Bangen, Warten,
Hoffen und Fragen.
Wann ist die richtige Zeit
zu sterben?
Wann lass ich gehen,
wann kämpfe ich noch?
Wann darf ich mich wehren,
wann muss ich aufgeben?
Leben, so schön,
so begehrenswert.
Leben, so hart,
so grausam.

Leben sag,
wann lass ich dich gehen?

©Sabine Adameit

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