Autor: Sabine Adameit (Seite 135 von 156)

Frieden

Es gibt Momente,

da weiß man nicht mehr,

wohin vor lauter Glück,

da wird man ganz still und nachdenklich,

da traut man dem Frieden nicht.

Er ist ja nur innen drinnen,

doch außen sieht es ganz anders aus.

Da bricht die Welt zusammen,

wenn deine Welt gerade heile wird.

Das geht ja gar nicht!

Momente,

so schön, so richtig,

so überwältigend,

aber eben nur innen drinnen.

So gerne würde ich diesen Frieden teilen,

so gerne dieses Gefühl verbreiten,

weitergeben, andere spüren lassen,

doch Frieden gibt es nur,

wenn du mit dir

im Reinen bist.

© Sabine Koss

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Stille Nacht

kann so laut sein,

dass sie weh tut.

Zurückgeworfen zu dir,

kein Ausweg,

Du und die Natur,

das Leben im Ursprung,

Du und nur noch Du.

Ungewohnt, beängstigend,

konzentriert

auf das Wesentliche.

Keine Auswege, keine Ausflüchte,

keine Ablenkung, kein Fluchtweg.

Du mit dir, ganz alleine.

Schwarze Nacht,

schöne Nacht,

im Einklang,

so ungewohnt.

Nichts ist mehr wichtig,

nur noch die Stille,

nur noch die Nacht

ohne Sterne,

ohne Halt.

Probleme so klein

und nichtig.

Erkenntnis, Ehrfurcht.

Lichter in der Ferne,

Sanfter Regen,

Grashalme,

die sich unterhalten

sich im Winde wiegen.

Kleiner Mensch

sitzt und staunt,

bewundert, resigniert

vor so viel Größe,

so viel Kraft,

so viel Stille.

in der Nacht.

© Sabine Koss

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