
Autor: Sabine Adameit (Seite 75 von 156)

Lost Body
In diesem Leben
Gibt es nicht viel
Was ich nicht erlebt
Nicht bereut
Nicht gemeistert
Nicht überstanden
So ein reiches Leben
Voll beladen mit
Glück Schönheit
Freude und Verwöhnen
Nur eines
Wurde mir verwehrt
Das wünschte ich mir
Mehr als alles
Doch nie durfte ich
Einem Kind
Das Leben schenken
Strafe Gottes?
Oder wollte er
Mich bewahren?
So viele unerwünschte Kinder
Auf dieser Welt
Von Müttern, die
Dieses Geschenk nicht ehren
So viele Paare,
Denen der Wunsch verwehrt
Warum kommen Kinder
Auf die Welt
Die nicht gewollt?
Warum dürfen Wunschkinder
Nicht entstehen?
An dieser Frage
Könnte ich verzweifeln
Nicht mal der Glaube
Gibt mir Antwort
Auf diese Ungerechtigkeit.
In diesem Leben
Bleibt ein großes Fragezeichen
Warum?
Copyrights Sabine Adameit

Gegen das Vergessen
an morgen denken In einem Land, wo Menschen sich nicht mehr frei bewegen können.
Ständig in Angst leben müssen, misshandelt, überfallen oder getötet zu werden.
Mit Plattitüden konfrontiert werden, dass andere Menschen uns die Butter vom Brot nehmen, zu gut gekleidet seien, obwohl sie doch gerade aus einem Kriegsgebiet kommen.
Daran denken, was unsere Kinder in dieser Atmosphäre noch erleben werden, wo täglich Flüchtlingslager angezündet, Ausländer unverhohlen angefeindet werden.
Damit leben, dass Menschen andere in die zweite und dritte Klasse abschieben, nur wegen ihrer Hautfarbe und Herkunft, nur damit sie ihr jämmerliches, nicht vorhandenes Selbstbewusstsein vermeintlich stärken.
In einem Land leben, in dem Menschen gnadenlos und unbarmherzig, nur sich am nächsten, die Augen verschließen vor der großen Pein, der großen Angst, in der so viele Menschen leben müssen.
Tatenlos zusehen, wie dieses Land wieder im braunen Sumpf versinkt. Parolen gröhlend, die hohle Masse, mit Bierflasche in der Hand, Fahnenschwenkend, sich zur Herrenrasse ernennt.
Schweigen und später sagen müssen, ich habe von nichts gewusst und nichts getan, um diesem Mob Einhalt zu gebieten.
Mich nicht mehr schämen müssen für mein eigenes Land. ...wieder dieselben Fehler begehen. ...wieder wegschauen.
Ich will in den Spiegel schauen, sagen können: Ich habe alles Menschenmögliche getan, um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Copyrights Sabine Adameit

Leben in Welten
Der Fantasie
Der Wünsche, Ziele
Der Erfüllung
In der Kraft
Der Sonne
Der Langmut
Des Mondes
Im Nebel
Der Wolken
Satt vom Grün
Hungrig nach dem
Blau der Hoffnung
Sehnsucht nach
Der Vollkommenheit
Wandern auf Pfaden
Von Irrwegen und
Illusionen
Auf Irrlichtern
Der Sterne
Fern jeder
Realität, die
Nur verwirrend
Vom Wege abbringt
Schwebend im Jetzt
Nährend das Hier
Fremde Pfade
Laden freundlich ein
Hüllen dich in
Nie gekannte Nähe
Unbekannter Welten
Spenden Geborgenheit
Des Neuen, Fremden
Des Lebens, ohne Furcht
Angst und Zweifel
Wege gehen
Die unerforscht
Leben annehmen
Ohne Arg
Ohne Bedingung
Und Vorbehalt
Ganz einfach:
Leben im
Fluss der Zeit.
Copyrights Sabine Adameit

Momo
So viele Leben
Musste ich gehen lassen
Ich durfte sie begleiten
Sie gaben mir so viel
Waren immer bei mir
Liebten mich
So wie ich bin
Fanden mein zuhause
Wie ich sie fand
Standen immer zu mir
Akzeptierten allen Unbill
Gaben mir Trost
Nur weil ich
Sie aufnahm
Und ihnen
Ein Zuhause gab
So viele Tiere
Ohne Zuhause
Sie fanden es
Bei mir
Und ich
Bei ihnen
So einfach
Geht Liebe
So einfach
Geht Annahme
Hilfe, Unterstützung
Warum können
Wir Menschen nicht
So problemlos
Miteinander umgehen?
Copyrights Sabine Adameit
