Kategorie: Gegen das Vergessen (Seite 14 von 16)

Armer Mensch

Tod, Schmerz, Leid,

wo auch immer auf der Welt,

erzeugt von Menschen,

von Dummheit, Ignoranz

und Geldgier,

Hass, Neid oder

Sendungsbewußtsein.

Tod, Schmerz, Leid,

Schrecken von

Menschenhand erzeugt.

Von verirrten Gemütern

im Namen eines

goldenen Kalbes,

im Namen einer

falsch verstandenen Religion.

Menschen zerstört

von Menschenhand.

Töten, Schlachten, Morden,

Hand an sich legen,

im Namen Gottes.

Wie kann Mensch

solch Irrwege gehen?

Wie kann ich dem

entgegentreten,

was kann ich dem entgegnen?

Die einzige Antwort,

die ich finde,

entspringt aus Herz,

Gefühl und Liebe.

Entspringt aus dem,

was mir mein

allmächtiger Gott

jedem Menschen

in die Wiege legt…

Liebe deinen Nächsten,

wie dich selbst.

Armer Mensch,

der du keine Liebe für dich findest.

©Sabine Adameit

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Mein kleines Leben

Mein Mann

Meine Katzen

Mein Auto

Mein Zuhause

Meins?

Unseres?

Wer gehört wem?

Was ist das für eine Bezeichnung?

Meins, seins, unseres?

Eine Gnade,

die uns geschenkt wurde.

Nie ist sie mein,

sie ist für mich,

für uns,

geliehen, geschenkt,

aber nie Besitz.

So viel Schönes,

so viel Gutes,

so viel Harmonie

ist zu viel

für einen kleinen Menschen,

wenn er das Leid

um sich herum sieht.

Ungerechte, grausame Welt,

die mir erspart bleibt,

weil ich in einem Land

geboren wurde,

das mir Freiheit erlaubt,

das im Frieden lebt.

Weil ich Eltern hatte,

die mich liebten,

alles für mich opferten.

Ich schließe die Tür

vor der schrecklichen Welt,

mupfel mich ein

in meinem Zuhause.

Das Böse,

das Schreckliche

lasse ich nicht hinein.

Ach, könnte es

doch jeder so handhaben.

Tür zu,

grausames Leben,

bleibe mir erspart.

Es bleibt,

tiefe Dankbarkeit,

für diese Gnade.

©Sabine Koss

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Anne Frank

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Wenn still die Tränen rinnen,

kein Schluchzen,

nur tiefe Trauer,

so tiefer Schmerz.

Vor kurzem erlebte ich,

das Anne Frank-Oratorium,

das war so ein Moment,

da liefen die Tränen,

ungefragt, ungewollt,

vor lauter Schmerz,

vor lauter Hilflosigkeit,

was Menschen Menschen antun,

was Menschen erleben müssen,

und ich mich frage,

was bist du?

Mensch?

Wer bist du?

Was macht dich aus?

Du erhebst dich über alles,

ich finde keinen Grund.

Ich finde keine Entschuldigung.

Tränen rinnen, aber können nicht helfen,

nicht reinigen, nichts ändern.

Du fühlst,

sie zeigen deine Angst

deine Hilflosigkeit,

dein Unverständnis,

in einer Zeit,

in der sich nun alles wiederholt.

Nichts gelernt,

nichts verstanden.

Anne Frank,

du bist vergeblich gestorben.

©Sabine Koss

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