Kategorie: Lyrics (Seite 29 von 67)

Frühling

Eiskaltes harsches Leben
Durchzogen von
Zarten Knospen
In unbändiger Kraft
Ziehen sie
Ihre Fäden
Voller Energie
Und Lebensfreude
Machen sich breit
Nehmen ihren
Platz ein
Im kalten Eis
Der Not
Des Leidens
Blühen in
Allen Farben
Frost, Kälte
Härte und Leid
Weichen schleichend
Ziehen sich zurück
Geben sich geschlagen
Schwache Knospen
Zeigen ihre Kraft
Blühen in allen Farben
Wieder einmal siegt
Das Gleichgewicht
Der Natur
Lässt sich
Nicht beirren
Sonne
Wärme
Frühling
Copyright Sabine Adameit

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Schwerelos

Nachthimmel
Wattewölkchen
Mondbesetzt
Sternenschwer
Leuchtet die Nacht
Als wollte sie
Dem Tag
Konkurrenz machen
Stille schwebt
Nimmt mich auf
In das
Tröstende Dunkel
Der Leichtigkeit
Schwerelos
Sorglos
Im Schutz
Der Nacht.
Copyrights Sabine Adameit

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Begehren II

Begehren

Körper sehen
Fühlen spüren
Sehnsucht erfüllen
So einfach
Wenn zwei Seelen
Sich lieben
Sich riechen
Sich wahrnehmen
So schön
So unvorstellbar
Wenn zwei Körper
Sich finden
Nur durch
Ansehen
Dieses Kribbeln
Ein unvorstellbares Begehren
Der Menschen
Die sich gefunden haben
Eine Begegnung
Voller Sex
Und Liebe
Unbeschreiblich
Dieses Gefühl
Wenn Körper
Sich finden
Die wahre Liebe
Sich trifft
In der Einheit
Von Körper
Herz und Seele.
Copyrights Sabine Adameit

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Warum?

Lost Body


In diesem Leben
Gibt es nicht viel
Was ich nicht erlebt
Nicht bereut
Nicht gemeistert
Nicht überstanden
So ein reiches Leben
Voll beladen mit
Glück Schönheit
Freude und Verwöhnen
Nur eines
Wurde mir verwehrt
Das wünschte ich mir
Mehr als alles
Doch nie durfte ich
Einem Kind
Das Leben schenken
Strafe Gottes?
Oder wollte er
Mich bewahren?
So viele unerwünschte Kinder
Auf dieser Welt
Von Müttern, die
Dieses Geschenk nicht ehren
So viele Paare,
Denen der Wunsch verwehrt
Warum kommen Kinder
Auf die Welt
Die nicht gewollt?
Warum dürfen Wunschkinder
Nicht entstehen?
An dieser Frage
Könnte ich verzweifeln
Nicht mal der Glaube
Gibt mir Antwort
Auf diese Ungerechtigkeit.
In diesem Leben
Bleibt ein großes Fragezeichen
Warum?
Copyrights Sabine Adameit

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Ich will nicht

Nazi

Gegen das Vergessen


an morgen denken
In einem Land,
wo Menschen sich nicht mehr
frei bewegen können.
Ständig in Angst leben müssen,
misshandelt, überfallen
oder getötet zu werden.
Mit Plattitüden konfrontiert werden,
dass andere Menschen uns die
Butter vom Brot nehmen,
zu gut gekleidet seien,
obwohl sie doch gerade
aus einem Kriegsgebiet kommen.
Daran denken,
was unsere Kinder
in dieser Atmosphäre noch erleben werden,
wo täglich Flüchtlingslager angezündet,
Ausländer unverhohlen angefeindet werden.
Damit leben, dass Menschen
andere in die zweite und dritte Klasse abschieben,
nur wegen ihrer Hautfarbe und Herkunft,
nur damit sie ihr jämmerliches, nicht vorhandenes
Selbstbewusstsein vermeintlich stärken.
In einem Land leben,
in dem Menschen gnadenlos
und unbarmherzig, nur sich am nächsten,
die Augen verschließen vor
der großen Pein, der großen Angst,
in der so viele Menschen leben müssen.
Tatenlos zusehen,
wie dieses Land wieder
im braunen Sumpf versinkt.
Parolen gröhlend, die hohle Masse,
mit Bierflasche in der Hand, Fahnenschwenkend,
sich zur Herrenrasse ernennt.
Schweigen und später sagen müssen,
ich habe von nichts gewusst und
nichts getan, um diesem Mob Einhalt zu gebieten.
Mich nicht mehr schämen müssen
für mein eigenes Land.
...wieder dieselben Fehler begehen.
...wieder wegschauen.
Ich will in den Spiegel schauen,
sagen können:
Ich habe alles Menschenmögliche getan,
um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.
Copyrights Sabine Adameit

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