Strahlende Sonne
Herbstlich geborgenes Weiß
Reif umhüllt den Halm
Copyrights Sabine Adameit

Age
Ab einem gewissen Alter
Entstehen gewisse Fragen
Was bleibt von mir
Was habe ich erreicht
Was würde ich anders machen
Was blieb von mir übrig
Gibt es mich noch?
Bis heute habe ich mich nicht angepasst
Das hört sich toll an?
Nein, das wird hart bezahlt.
In der Jugend
Hast du die Energie dafür
Aber im Alter
Bist du alleine
Du kämpfst, obwohl du dich
Nach dem Sofa sehnst
Aber du gibst dir keine Blöße
Denn du bist immer noch dieselbe
Nur wird es nun schwieriger
Ich bleibe nicht nur
Nun bin ich
Das alte Weib
Mit dem jungen
Unbezähmbaren Herzen
Und ich trotze
Den herkömmlichen Ansichten
Der hölzernen
Bigotten Alten
Immer noch…
Copyrights Sabine Adameit

Verletzungen und Schmerz
Worte wie Dolche
Die steckenbleiben
Tief in den Eingeweiden
Im Kopf, im Herzen.
Deine Schläge, ein Nichts
Gegen das,
Was die Seele zerstört.
Zerfallen in viele kleine Splitter
Ein großer Scherbenhaufen.
Nichts kannst du
Ungeschehen machen.
Du hast unsere Liebe
Verraten.
Copyrights Sabine Adameit

So schmerzhaft real
Unsagbare Pein,
Angst ohne Ausweg.
Furcht, die nicht endet.
Der Weg, eine Sackgasse.
Die Straße, ein Labyrinth
Mit verschlossenen Türen,
Die Räume schrecklich eng.
Risse in den Fenstern,
Der brennende Boden,
Ein Scherbenmosaik.
Glühende Luft,
Doch der Atem gefriert.
Wann hört er auf,
Der Albtraum?
© Sabine Adameit

Wenn die Maske fällt
Vermeintliche Sanftmut
Feiges Schweigen enttarnt
Gefrorenes Lächeln
Das Fletschen der Zähne verbirgt
Das wahre Ich
Drängt ins Licht
Brutal und unerbittlich
Hinter vorgehaltener Hand
Hinter dem Rücken
Falschheit bahnt sich
Ihren Weg
Intrige wird zur Wahrheit
Die das Leben vergällt.
© Sabine Adameit
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