Schlagwort: Brutalität

Koma

schlaflos

Koma

Er kommt auf mich zu
Mit wutverzerrter Grimasse
Schlägt er mir ins Gesicht
Sturz auf den Stein
Mit dem Hinterkopf
Die Welt verschwindet
Ich kann mich nicht bewegen
Menschen um mich
Ich höre sie
Wie aus einer anderen Welt
Dann wird es dunkel
Es gibt mich nicht mehr
Schwarz, alles ist schwarz
Kein Gefühl, keine Wahrnehmung
Keine Regung, ich habe sie verlassen
Die Welt, das Irdische
Stunden ohne Bewusstsein
Im Irgendwo, im absoluten Nichts.

Erwachen in eine neue Welt
Nichts ist mehr, wie es war.
Copyrights Sabine Adameit

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Beschämend

 

Hier und Jetzt
In diesem Moment
Wird eine Katze angezündet
Der Hund zu Tode geprügelt
Ein Kind geschlagen
Vom Vater misshandelt
Vernachlässigt von der Mutter
Erniedrigt, vergewaltigt
Jetzt und Hier
In diesem Moment
Sterben in jeder Sekunde
Tiere, Menschen,
Lebewesen
In der Familie
Im Frieden
Im Krieg
Nebenan brennt eine Moschee
Eine Flüchtlingsunterkunft
Gegenüber wird die Ehefrau verprügelt
Mädchen entführt
Kleine Jungen
Je jünger
Desto besser
Der Menschenhandel floriert
Organe entnommen
Ohne Einwilligung
Früher war alles besser?
Schlimmer als damals
Zu Zeiten der Sklaverei
Ist es
Hier Heute Jetzt
Im 21. Jahrhundert
Unter gebildeten Menschen
Bestialisch wie im Mittelalter
Grausamkeit, Brutalität
Menschenverachung
In organisierten Strukturen
Es lebe die Wissenschaft
Es lebe der Fortschritt
Ein Hoch auf unsere Kultur
Unsere Zivilisation.
Hier und Heute
Jetzt
Es gibt kein
Besser oder schlechter
Im Vergleich zu früher
Das Böse ist und bleibt
Beschämend
Copyright Sabine Adameit

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Mensch

Hate.jpg

 

Gewalt
Ist menschlich
Nicht animalisch
Tiere töten, um zu überleben
Menschen quälen
Töten misshandeln
Aus irrsinnigen Gründen
Wegen ihrer Religion
Aus politischen Gründen
Aus verzweifelter
Falsch verstandener Liebe
Aus Hilflosigkeit aus Angst
Nur Menschen töten bewusst
Um zu verletzen
Um ihre Macht zu zeigen
Um ihrem Wahnsinn zu frönen
Mensch
Du bist das grausamste Lebewesen
Das Gott geschaffen hat.
Copyright S. Adameit

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Ich weine

Ich weine

Ich weine

 

Schwarzer Himmel
die ersten Sterne im Dunkeln.
Mond gibt alles
in voller Größe,
Runde und Schönheit.
Ich sitze hier im Garten
und darf diese Schönheit bewundern.
Ein Krimi zeigt gerade sehr realistisch,
wie Kinderhandel in höchsten
Kreisen ganz normal abläuft.
Erdogan hat gerade 36.000
Dozenten und Studenten verhaftet
bzw. des Amtes enthoben.
Ein Mensch hat heute mit einer Axt
Menschen getötet und verletzt.
Beim Feuerwerk in Nizza
wurden Hunderte von Menschen
von einem Menschen in einem LKW überrollt.
Mir geht es so gut.
Ich lebe in einem freien Land.
Ich wohne sicher.
Mir kann nichts passieren,
aber ich weine.
Ich weine jeden Tag,
wenn ich die Nachrichten höre.
Kinder werden misshandelt,
Tiere gequält,
auf you tube und Facebook
kann man alle Grausamkeiten verfolgen.
Jeden Tag Nachrichten
über misshandelte Menschen,
verrückte Machtinhaber,
die ihre Allgewalt ausnutzen
und sei es im Namen eines Putsches.
Jeden Tag brennen Flüchtlingsheime,
jeden Tag ertrinken Menschen,
weil sie vor Krieg fliehen,
jeden Tag werden Menschen erschossen,
misshandelt, vergewaltigt,
im Namen einer Religion,
eines Führers,
eines „Vaterlandes“.
Ich sitze hier
und bewundere den Mond,
still und beruhigend,
Vertrauen einflößend.
Weit weg, strahlend,
beruhigend, er sieht auf unsere Welt
und bleibt kühl und neutral.
Heute abend bleibe ich es auch.
Ich genieße einfach,
was Gott uns geschenkt hat.
Aber ich weine,
was wir aus dieser Welt
gemacht haben.
©S.Adameit

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