Schlagwort: Freiheit (Seite 1 von 5)

Alles vergessen

Noch gar nicht lange her

da gab es Leid, Schmerzen,
Hass und Gewalt.
Mensch zerstört Heimat
im Namen des Volkes.
Mensch hungert,
Mensch darbt,
verliert alles.
Seinen Glauben an das Vaterland,
seinen Glauben an das Gute.
Mensch muss mitansehen,
wie alles zerstört wird,
im Namen eines Vaterlandes,
das nie eins war.
Im Namen von Führern,
die ihrem Machtwahn
das Wohl des Volkes,
seiner Menschen opfert.
Nach gerade einmal
70 Jahren ist alles vergessen.
Der Schrei nach dem Vaterland,
dem Menschen nichts wert sind,
ist wieder da.
Wieder geht es nur um eigene Pfründe,
um Stolz auf etwas,
das nicht wir erarbeitet haben,
sondern unsere Vorfahren,
Menschen, die noch wussten,
was Moral, Ethik
und Stolz bedeuten.
Unsere Familien,
die noch lebten,
was Stolz wirklich beinhaltet.
Eigenes erarbeitet, erschaffen,
aus eigener Kraft.
Mutiert nun zum falschen
Stolz auf ein Land,
Mit ewig Unbelehrbaren
Für die man sich schämen muss,
die nichts gelernt haben,
aus den Fehlern,
die dumpfer Nationalstolz verursachen kann.
Armes, bedauernswertes Deutschland,
du reiches, freies Land.
Wird sich deine Geschichte wiederholen?
Ist denn alles vergessen?
©Sabine Adameit

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Was erlaubst du dir?

Was erlaubst du dir
Was läßt du zu
Warum steckst du
Deine Grenzen so eng
Wo kommen diese Verbote her?
Ethische, moralische Vorstellungen
Dürfen, müssen und sollen
Den Menschen reglementieren
Doch die Phantasie
Die Seele muss frei bleiben
Sehnsüchte, Wünsche
Dürfen nicht kastriert werden
Im Namen einer
Selbsternannten Moral.
Gib dich frei
Lass dich leben
Erlaube dir
Deinen Gefühlen
Zu sein
Der du bist.
Copyrights Sabine Adameit

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Freiheit

 

Freiheit
Endlich
Einfach nur
Leben, Fühlen
Denken
Ohne Kompromisse
Nur noch
Machen, Genießen
Erfinden
Empfinden
Ohne Erklärung
Ohne Diskussion
Leben
Copyrights Sabine Adameit

 

 

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Privileg des Alters

Dance

Welch Privileg
Sich endlich dem widmen zu können
Was Freude bringt
Aus dem Herzen kommt
Ganz aus dem Selbst
Ohne Druck
Ohne Rücksicht
Auf Repression
Freie Gedanken
Auferstanden aus
Der Vergangenheit
Aus Schmerz und Freude
Aus Fehlern und Erfolgen
Aus Gefühlen und Entscheidungen
Meinungen und Überzeugungen
Frei und unbehindert
Sagen, denken
Malen und schreiben
Aus dem Bauch
Aus dem Herzen
Seelenschreie zulassen
Ohne Rücksicht
Das Privileg des Alters.
Copyrights Sabine Adameit

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Ich will nicht

Nazi

Gegen das Vergessen


an morgen denken
In einem Land,
wo Menschen sich nicht mehr
frei bewegen können.
Ständig in Angst leben müssen,
misshandelt, überfallen
oder getötet zu werden.
Mit Plattitüden konfrontiert werden,
dass andere Menschen uns die
Butter vom Brot nehmen,
zu gut gekleidet seien,
obwohl sie doch gerade
aus einem Kriegsgebiet kommen.
Daran denken,
was unsere Kinder
in dieser Atmosphäre noch erleben werden,
wo täglich Flüchtlingslager angezündet,
Ausländer unverhohlen angefeindet werden.
Damit leben, dass Menschen
andere in die zweite und dritte Klasse abschieben,
nur wegen ihrer Hautfarbe und Herkunft,
nur damit sie ihr jämmerliches, nicht vorhandenes
Selbstbewusstsein vermeintlich stärken.
In einem Land leben,
in dem Menschen gnadenlos
und unbarmherzig, nur sich am nächsten,
die Augen verschließen vor
der großen Pein, der großen Angst,
in der so viele Menschen leben müssen.
Tatenlos zusehen,
wie dieses Land wieder
im braunen Sumpf versinkt.
Parolen gröhlend, die hohle Masse,
mit Bierflasche in der Hand, Fahnenschwenkend,
sich zur Herrenrasse ernennt.
Schweigen und später sagen müssen,
ich habe von nichts gewusst und
nichts getan, um diesem Mob Einhalt zu gebieten.
Mich nicht mehr schämen müssen
für mein eigenes Land.
...wieder dieselben Fehler begehen.
...wieder wegschauen.
Ich will in den Spiegel schauen,
sagen können:
Ich habe alles Menschenmögliche getan,
um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.
Copyrights Sabine Adameit

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