Schlagwort: Geld (Seite 1 von 2)

Verständnislos

Lonesome

Egozentrik und Ignoranz
Das sind die Zutaten
Um ganz nach oben zu kommen
Gerade das Ziel erreicht
Um festzustellen
Sie ist sehr dünn
Die Luft da oben
Und noch dazu
Ich bin dort ganz alleine
Wo bleibt nun mein Applaus
Wo bleiben die Bewunderer
Vom dauernden
Nachuntenschauen
Bekomme ich schon Nackenstarre
Nun bin ich ganz oben
Nun bin ich ganz alleine
Wie schrecklich dieser Egoismus
Und diese Gleichgültigkeit
Keiner versteht mich…
Copyrights Sabine Adameit

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Die Botschaft

We are the World

Wenn christliche Feiertage
Ein Ende haben
Sollte die Botschaft
Jedoch nicht sterben
Lasst sie uns weitertragen
Im Herzen behalten
Lasst sie uns
Eine Mahnung
Eine Erinnerung sein
Sie jeden Tag leben
Die Botschaft
Gutes zu tun
Uns um Andere zu kümmern
Unsere Sorgen zu relativieren
Im Leid der Anderen
Die kein Zuhause haben
Keine Heimat
Die vertrieben wurden
Weil unser Staat Waffen liefert
Um Kriege anzuzetteln
Die keiner will
Die keiner braucht
Nur Leid und Not hinterlässt
Weil eine Minderheit
Geld damit verdient
Wir sind die Mehrheit
Wir haben die Macht
Wenn wir nicht schweigen
Wir akzeptieren nicht
Wir lehnen uns auf
Um unsere Botschaft
Zu verkünden
63 Menschen
Die den Reichtum
Der Menschheit innehaben
Dürfen unser Leben nicht bestimmen
Wir sind stärker
Wir dürfen uns
Diese Ungerechtigkeit
Nicht bieten lassen
Wir sind so stark
Wenn wir zusammenhalten!
Copyrights Sabine Adameit

 

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Im Namen der Menschlichkeit

Der Glaube hat so viele Namen
So viele Varianten
Sogar unser Gott
Trägt viele Namen
Aber eines eint uns
Eben dieser Glaube
An eine höhere Macht.
Ein Feiertag
Führt uns zusammen
In der Einigkeit
Des Wissens
Christus ist auferstanden
Gestorben und gelitten
Für uns Menschen
Die ihrem Egoismus frönen
Ihren Eitelkeiten
Ihrer Gewinnsucht.
Lasst uns besinnen
Auf das Wesentliche
Auf die Liebe
Zum Mitmenschen
Egal welcher Hautfarbe
Herkunft oder welchen Standes
In dieser Zeit
Ist es wichtiger
Denn je
Eigene Eitelkeiten
Und Interessen zurückzunehmen
Im Namen der Menschlichkeit.
Copyrights Sabine Adameit

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Wach auf !

Mercy

Zerstörung

Wie jeden Morgen hat er es eilig. Ein Kaffee im Stehen, den Toast im Gehen. Ein flüchtiger Kuss, er muss seinen Sohn noch ins Internat bringen. Ein wichtiges Geschäft wartet auf seinen Abschluss. Die Kollegen warten schon, die Verhandlungen können beginnen. Ein feudales Mittagessen wird die Vertragskonditionen schmackhaft machen. Schnell bringt er danach noch seine Kleine zum Reitkursus. Wenn es klappt, wird er ihr das heißersehnte Pferd kaufen. Schmunzelnd überfliegt er den Artikel aus „Die Zeit“: „Die Ausfuhren von Rüstungsgütern steigen weiter an. Im ersten Halbjahr waren sie 500 Millionen Euro teurer als im Vorjahreszeitraum. 2015 gab es bereits eine Verdopplung.“

Die Anwälte geben grünes Licht. Es wird eine lange Nacht. Die Kunden wollen sich amüsieren. Es endet, wie so oft, in dem bekannten Edelbordell. Welch ein Erfolg! Ein Milliardengeschäft ist unter Dach und Fach. Er ist sehr stolz auf sich. Er beherrscht sein Metier, wie kaum ein anderer.

Er hält sein brüllendes Kind im Arm. Er rennt um sein Leben. Um ihn herum ein infernalisches Getöse. Die Einschläge scheinen ihn zu verfolgen. Die Hitze und der Qualm sind unerträglich. Sein Haus ist zerstört. Seine Frau und seine Söhne wurden verschüttet. Keine Hoffnung, dass sie noch am Leben sind. Er kann ihnen nicht mehr helfen. Jetzt geht es nur noch um die Kleine. Die Granatsplitter haben den Arm seiner Tochter zerschmettert. Er hat sie aus den Trümmern gezogen. Sie lag weinend neben ihrem in tausend Stücke zersplitterten Holzpferdchen, das er ihr geschnitzt hatte. Mit ihren drei Jahren schreit sie sich die Seele aus dem Leib, vor Angst und Schmerzen, bis sie bewusstlos wird.

Wach auf, du darfst nicht einschlafen! Wach auf, mein Kind!

Copyrights Sabine Adameit

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