Schlagwort: Krieg (Seite 6 von 6)

Tod, Schmerz, Leid,
wo auch immer auf der Welt,
erzeugt von Menschen,
von Dummheit, Ignoranz
und Geldgier,
Hass, Neid oder
Sendungsbewußtsein.
Tod, Schmerz, Leid,
Schrecken von
Menschenhand erzeugt.
Von verirrten Gemütern
im Namen eines
goldenen Kalbes,
im Namen einer
falsch verstandenen Religion.
Menschen zerstört
von Menschenhand.
Töten, Schlachten, Morden,
Hand an sich legen,
im Namen Gottes.
Wie kann Mensch
solch Irrwege gehen?
Wie kann ich dem
entgegentreten,
was kann ich dem entgegnen?
Die einzige Antwort,
die ich finde,
entspringt aus Herz,
Gefühl und Liebe.
Entspringt aus dem,
was mir mein
allmächtiger Gott
jedem Menschen
in die Wiege legt…
Liebe deinen Nächsten,
wie dich selbst.
Armer Mensch,
der du keine Liebe für dich findest.
©Sabine Adameit

Help!
Spannend ist diese Zeit,
eine Neuordnung findet statt,
Gesellschaft strukturiert sich um,
öffnet sich für Neues.
Globalismus macht sich Platz
im Innersten der festgefahrenen Strukturen,
sprengt bequeme Grenzen,
die vermeintliche Sicherheit bedeuten.
Bunte Kulturen, hoffnungsvolle Menschen.
Leben drängt in kleine bequeme Welten
nimmt sich einen Teil vom großen Kuchen,
der ihm schon sehr lange zusteht.
Teilen ist nun angesagt,
Helfen, unterstützen, offen sein
für Neues, das auf uns einstürmt, mit Macht.
Weltordnung neu gestalten,
aufregend, bewegend, überwältigend.
Welcome Refugees!
©S. Adameit
Diese Enge ist einfach unerträglich. Die Luft ist zum Schneiden. Überall weinen Kinder. Verzweifelte Menschen versuchen, eine Lücke in den Absperrungen zu finden. Es geht einfach nicht weiter. Seit Tagen sitzen sie zusammengepfercht hier. Für Tausende von Menschen gibt es gerade mal vier Toiletten. Duschen, sanitäre Anlagen sind nicht vorhanden. Nichts haben diese Menschen. Sie haben einfach nur ihr nacktes Leben gerettet. Sie sind froh, dass sie keine Angst mehr haben müssen, erschossen zu werden. Obwohl, wenn man die Sicherheitskräfte, die hier rumlaufen so ansieht, dann sind sie nicht sicher, ob sie beschützt werden oder andere vor ihnen beschützt werden sollen.
Sie entkamen einer unmenschlichen Welt, nur um in die nächste zu fliehen. Sie waren so glücklich, als sie endlich in Budapest ankamen. War nun alles umsonst? Gibt es denn keinen Platz, wo sie einfach nur in Frieden leben können? Hasserfüllte Gesichter um sie herum. Brüllende Menschen, die ihnen deutlich zeigen, dass sie unerwünscht sind. Gibt es denn gar keinen Ausweg? Sie haben den Krieg nicht gewollt, sie mussten ihn nur erleiden. Wo sie auch hinkommen. Sie werden verfolgt. Brutalem Hass sind sie ausgesetzt. Erst in ihrer Heimat, nun hier. Was haben sie getan? Warum dürfen sie nicht einfach nur leben, arbeiten und ihre Kinder großziehen. Mehr wollen sie doch gar nicht. Ist das denn zuviel verlangt?
© Sabine Koss

