Schlagwort: Kultur, (Seite 1 von 3)

Alles vergessen

Noch gar nicht lange her

da gab es Leid, Schmerzen,
Hass und Gewalt.
Mensch zerstört Heimat
im Namen des Volkes.
Mensch hungert,
Mensch darbt,
verliert alles.
Seinen Glauben an das Vaterland,
seinen Glauben an das Gute.
Mensch muss mitansehen,
wie alles zerstört wird,
im Namen eines Vaterlandes,
das nie eins war.
Im Namen von Führern,
die ihrem Machtwahn
das Wohl des Volkes,
seiner Menschen opfert.
Nach gerade einmal
70 Jahren ist alles vergessen.
Der Schrei nach dem Vaterland,
dem Menschen nichts wert sind,
ist wieder da.
Wieder geht es nur um eigene Pfründe,
um Stolz auf etwas,
das nicht wir erarbeitet haben,
sondern unsere Vorfahren,
Menschen, die noch wussten,
was Moral, Ethik
und Stolz bedeuten.
Unsere Familien,
die noch lebten,
was Stolz wirklich beinhaltet.
Eigenes erarbeitet, erschaffen,
aus eigener Kraft.
Mutiert nun zum falschen
Stolz auf ein Land,
Mit ewig Unbelehrbaren
Für die man sich schämen muss,
die nichts gelernt haben,
aus den Fehlern,
die dumpfer Nationalstolz verursachen kann.
Armes, bedauernswertes Deutschland,
du reiches, freies Land.
Wird sich deine Geschichte wiederholen?
Ist denn alles vergessen?
©Sabine Adameit

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Kläglich versagt

Mad Germany

Wenn morgen zum gestern wird
Parolen Politik ersetzen
Wutbürger Kontrolle verlieren
Fakten durch fakes ersetzt werden
Empathie gegen Egozentrik verliert
Neid und Hass 
Die Menschlichkeit ersetzen
Eigenes Wohl
Über Leichen geht
Gewalt und Brutalität
Selbstbewusstsein ersetzen
Geld zum Gott ernannt wird
Demut und Dankbarkeit
Nicht mehr als Stärke gelten
Liebe und Anteilnahme
Nicht mehr das höchste Ziel
Dann haben wir
Als zivilisierte Menschen
Kläglich versagt.
Copyrights Sabine Adameit

 
 

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Trauer

Trauer kann so vielfältig sein
Menschen, die mir fehlen
Zu allererst
Trauer um so vieles
Was ich falsch gemacht
Nie wieder gutmachen kann
Auch wenn es eher Reue ist
Es tut mir leid
Trauer hat viele Gesichter
Scham, Demut
So vieles macht mich traurig
In diesem Leben
Eigenes Fehlverhalten
Unverschuldeter Verlust
Aber auch
Die Erkenntnis
Dass Menschen nicht mehr
In der Lage sind
Sich um Andere zu kümmern
Ihr Leid über
Das Eigene zu stellen
Sich zu engagieren
Sich zu kümmern
Um Menschen
Denen es noch schlechter geht
Ihre Stimme zu erheben
Wenn Unrecht geschieht
Trauer um vergangene Werte
Die uns gelehrt wurden
Mitgefühl, Liebe
Menschlichkeit,
Trauer um eine
Vergangene Kultur
Der Christlichkeit und
Nächstenliebe
Der Hilfsbereitschaft
Und der Ehre
Die mittlerweile so
Falsch verstanden wird
Wie so viele Begriffe
Der Vergangenheit
Moral, Ethik
Heute nur noch fehlinterpretiert
Und missverstanden
Dabei weiß doch jeder
Worum es wirklich geht
Es geht um Menschlichkeit
Kultur und Sozialisierung
Ich trage Trauer
Weil diese Begriffe vergewaltigt
Und missbraucht werden.
Leider so oft
Sogar von Christen.
Copyrights Sabine Adameit

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Vielleicht Irgendwann

 

In deiner Hand

Vielleicht
Irgendwann
wird alles anders
Besser
Setzt sie sich durch
Unsere Zivilisation
Unsere Kultur
Sie begann so hoffnungsvoll
Lasst sie nicht enden
In dieser Sprachlosigkeit
Der Comics
Und Kürzel
Vielleicht
Irgendwann
Lebt sie wieder auf
Unsere Kultur
Wird er wieder stark
Unser Idealismus
Wenn ich etwas dafür tue
Weil ich nicht schweige
Wenn Unrecht geschieht
Weil ich mir nicht alles bieten lasse
Ich bin ganz sicher
Na ja, vielleicht
Vielleicht
Irgendwann
Mache ich die Welt
Ein kleines bißchen besser.
Copyrights Sabine Adameit

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Lasst sie leben

Wortgewalt

Was haben wir bloß
Aus unserer Sprache gemacht
Dem Kleinod
Der Differenziertheit
Der vielfältigen Begriffe
Und Beschreibungen
Comic und Lautsprache
Kürzel und Pauschalen
Überrennen kostbare Kultur
Der Denker und Dichter
Brüste werden zu Titten
Lieben heißt nun Ficken
Sprache darf sich verändern
Aber sie darf sich
Nicht verstümmeln lassen
Begriffe, Bezeichnungen
Definitionen so vielfältig
Wie kaum in einer
Anderen Sprache
Ein kostbares Gut
Das es zu erhalten gilt.
Sprache unterliegt
Der Veränderung
Diese sollte sich jedoch
Weiterentwickeln und
Nicht verkümmern.
Achtsamkeit, Bedachter Umgang
Wichtiger denn je
Worte wählen, bedenken
Sprache leben
Erleben, genießen
In ihren Facetten
Lasst sie leben
Wachsen, erblühen
Nicht sterben.
Copyrights Sabine Adameit

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