Schlagwort: Leben (Seite 27 von 30)

Unsichtbar

Unsichtbar
mit dem Alter
ganz einfach so.
Du gehst durch die Menge,
bist einfach nicht mehr da.
Vorbei die sehnsüchtigen Blicke
nach der Schönheit,
die du einmal warst.

Du bist alt
du bist vielleicht noch ansehnlich,
vielleicht noch attraktiv,
aber eben alt.
Ein typisches Frauen Problem,
wie bei Männern
der Bauch dicker
und die Haare dünner werden.
Falten, Orangenhaut,
Figur deformiert,
aber der Geist,
der bleibt jung.
Du bleibst das kleine Mädchen.
Schaust in den Spiegel
und erkennst dich nicht.
Hey, grade habe ich noch getanzt,
geliebt,
Fehler bereut,
Mist gebaut,
nichts ändert sich.
Du lernst dazu,
aber du bleibst,
das kleine Mädchen.
Nur der Spiegel,
der zeigt
eine alte Frau.

©S. Adameit

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Kleines Flöckchen

Kira

Ein dürres, kleines SpringinsFeld
trat in mein Leben,
krank und gequält,
aber voller Lebenskraft.
Wurdest eine kleine Diva,
schmusig, zärtlich,
fordernd, verspielt,
aber immer majestätisch.
Kleine grazile Schönheit,
heute war dein letzter Tag
in diesem Leben.
Abschied vom Garten,
von den Lieblingsplätzen.
Ein letztes Köpfeln,
schnurrender Milchtritt,
blind, taub
und ohne Geruchssinn,
tastetest du dich
durchs hohe Alter.
Nun hast du Frieden.
Keine Schmerzen, kein Leid.
Nun tanzt du auf den Wolken,
mein kleines Flöckchen.
©S. Adameit

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Kindheit II

Vater
wirst du nie los,
Mutter wird dich
immer begleiten,
egal in welchem Alter,
sie sind in dir,
sie halten dich,
sie helfen,
trösten, beraten,
bestimmen.
Kann ich mich lösen,
will ich das?
Immer spüre ich
ihre Präsenz,
erkenne Gemeinsamkeiten,
lebe die Fehler,
die aus Liebe gemacht,
die Gefühle,
die ich lernte
oder auch nicht.
Erleide die Vergangenheit,
ihrer Erziehung,
ihrer Erfahrungen,
ihrer Erkenntnisse,
die nicht immer
meine sind
und nie werden.
Kann ich mich lösen,
soll ich
oder muss ich?
Wann bin ich erwachsen?
Wenn ich alle
diese Erkenntnisse
und Erfahrungen abgeschüttelt habe?
Was bleibt über,
wenn ich es schaffe?
Gibt es mich dann noch?
Wer bin ich
ohne sie?
Kindheit,
Fluch
und Segen
Gnade,
Chance,
Zukunft.

©S.Adameit

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Kindheit III

unbedarft, zügellos
Halt suchen
Grenzen finden
ausprobieren, erfahren,
scheitern, fallen,
aufstehen, weiter,
Eltern trösten,
leben vor,
verzeihen, strafen
oft ungerecht,
meist fair,
die Liebe zählt,
und lindert Schmerz,
Arme trösten,
Wunden heilen
einfach pusten,
die Liebe heilt
Verständnis später,
fällt so schwer,
geht nur mit Liebe,
Kind geht Wege,
ganz alleine,
probiert aus,
muss Fehler begehen,
deren Ergebnisse du kennst,
Verständnis, Geduld,
Liebe, Liebe…
Erfahrung kann keiner abnehmen,
nur so geht lernen,
helfen, da sein,
unterstützen, lieben,
Kindheit, wachsen,
so schwierig,
so schwer.
Helfen wollen,
heißt nicht,
helfen können.
Lernen wollen,
heißt nicht,
annehmen zu können.
Aus Fehlern lernen,
der rauhe Weg
aus der Kindheit
für beide,
Kind und Eltern.
Lernen lassen,
zur Seite stehen,
Liebe geben
nicht Annehmen verzeihen,
Eine harte Schule
für beide
eine spannende Zeit,
die fürs Leben prägt.
Die wichtigste,
die das Leben formt,
eine Zeit,
von der du dich
nie löst,
sie begleitet dich
dein Leben.
Sie setzt Maßstäbe
für alles,
was du fühlst,
denkst und tust.
Kindheit,
nie vergeht sie ganz,
nie wirst du sie los,
sie begleitet dich,
du lernst durch
ihre Augen,
du denkst mit ihr,
du vergleichst
und forderst,
du verstehst nur
durch sie.
Elternliebe,
so intensiv,
so nachhaltig,
so stark.

©S.Adameit

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