Schlagwort: Leid (Seite 7 von 8)

Schmerz

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Lacrima

Schmerz,
endlich zeigst du dich.
So viele Tode,
die ich vor Erstarrung
nicht betrauern konnte.
So viele Tode
in so kurzer Zeit.
Es ist,
als ob die Gefühle abschalten,
weil Mensch
sie nicht ertragen kann.
Schmerz ist nur
bis zu einem gewissen
Grade zu spüren,
dann fällt man
in einen Schockzustand.
Gnade der Natur.
Du bekommst nur soviel,
wie du erträgst.
Schmerz,
Verlust,
Trauer,
Entscheidung
du darfst sie treffen,
bei Tieren,
dort darfst du lindern.
Bei Menschen
stehst du hilflos daneben
und musst das Leiden mitansehen.
Kannst nicht helfen,
kannst nichts abnehmen.
Vielleicht lindern
durch Verständnis
und Dasein,
kümmern und pflegen.
Schmerz so hilfreich
und so grausam.
Der Tod naht,
bei Menschen wartest du auf ihn,
bei Tieren entscheidest du.
Du darfst helfen,
aber du bist angewiesen
auf deine innere Stimme.
Wann quält sich dein geliebter Gefährte,
wann ist es soweit?
Tod kann Freund und
Quäler sein.
Verlust,
immer schlimm.
Aber es geht nun nicht um mich.
Es geht um meinen Partner,
meinen Freund,
meine Lieben,
meine Seelenverbündeten.
Tier,
dir darf ich helfen.
Mensch,
dich muss ich leiden sehen.
Für dich kann ich nur da sein,
um dein Leiden zu lindern.
Aber was ist das schon?
Schmerz, Leid,
das kann ich dir nicht abnehmen.
Schmerz,
du tust so weh.
©S. Adameit

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Kleines Flöckchen

Kira

Ein dürres, kleines SpringinsFeld
trat in mein Leben,
krank und gequält,
aber voller Lebenskraft.
Wurdest eine kleine Diva,
schmusig, zärtlich,
fordernd, verspielt,
aber immer majestätisch.
Kleine grazile Schönheit,
heute war dein letzter Tag
in diesem Leben.
Abschied vom Garten,
von den Lieblingsplätzen.
Ein letztes Köpfeln,
schnurrender Milchtritt,
blind, taub
und ohne Geruchssinn,
tastetest du dich
durchs hohe Alter.
Nun hast du Frieden.
Keine Schmerzen, kein Leid.
Nun tanzt du auf den Wolken,
mein kleines Flöckchen.
©S. Adameit

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Kindheit III

unbedarft, zügellos
Halt suchen
Grenzen finden
ausprobieren, erfahren,
scheitern, fallen,
aufstehen, weiter,
Eltern trösten,
leben vor,
verzeihen, strafen
oft ungerecht,
meist fair,
die Liebe zählt,
und lindert Schmerz,
Arme trösten,
Wunden heilen
einfach pusten,
die Liebe heilt
Verständnis später,
fällt so schwer,
geht nur mit Liebe,
Kind geht Wege,
ganz alleine,
probiert aus,
muss Fehler begehen,
deren Ergebnisse du kennst,
Verständnis, Geduld,
Liebe, Liebe…
Erfahrung kann keiner abnehmen,
nur so geht lernen,
helfen, da sein,
unterstützen, lieben,
Kindheit, wachsen,
so schwierig,
so schwer.
Helfen wollen,
heißt nicht,
helfen können.
Lernen wollen,
heißt nicht,
annehmen zu können.
Aus Fehlern lernen,
der rauhe Weg
aus der Kindheit
für beide,
Kind und Eltern.
Lernen lassen,
zur Seite stehen,
Liebe geben
nicht Annehmen verzeihen,
Eine harte Schule
für beide
eine spannende Zeit,
die fürs Leben prägt.
Die wichtigste,
die das Leben formt,
eine Zeit,
von der du dich
nie löst,
sie begleitet dich
dein Leben.
Sie setzt Maßstäbe
für alles,
was du fühlst,
denkst und tust.
Kindheit,
nie vergeht sie ganz,
nie wirst du sie los,
sie begleitet dich,
du lernst durch
ihre Augen,
du denkst mit ihr,
du vergleichst
und forderst,
du verstehst nur
durch sie.
Elternliebe,
so intensiv,
so nachhaltig,
so stark.

©S.Adameit

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Armer Mensch

Tod, Schmerz, Leid,

wo auch immer auf der Welt,

erzeugt von Menschen,

von Dummheit, Ignoranz

und Geldgier,

Hass, Neid oder

Sendungsbewußtsein.

Tod, Schmerz, Leid,

Schrecken von

Menschenhand erzeugt.

Von verirrten Gemütern

im Namen eines

goldenen Kalbes,

im Namen einer

falsch verstandenen Religion.

Menschen zerstört

von Menschenhand.

Töten, Schlachten, Morden,

Hand an sich legen,

im Namen Gottes.

Wie kann Mensch

solch Irrwege gehen?

Wie kann ich dem

entgegentreten,

was kann ich dem entgegnen?

Die einzige Antwort,

die ich finde,

entspringt aus Herz,

Gefühl und Liebe.

Entspringt aus dem,

was mir mein

allmächtiger Gott

jedem Menschen

in die Wiege legt…

Liebe deinen Nächsten,

wie dich selbst.

Armer Mensch,

der du keine Liebe für dich findest.

©Sabine Adameit

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