
Sadness

Kira
Ein dürres, kleines SpringinsFeld
trat in mein Leben,
krank und gequält,
aber voller Lebenskraft.
Wurdest eine kleine Diva,
schmusig, zärtlich,
fordernd, verspielt,
aber immer majestätisch.
Kleine grazile Schönheit,
heute war dein letzter Tag
in diesem Leben.
Abschied vom Garten,
von den Lieblingsplätzen.
Ein letztes Köpfeln,
schnurrender Milchtritt,
blind, taub
und ohne Geruchssinn,
tastetest du dich
durchs hohe Alter.
Nun hast du Frieden.
Keine Schmerzen, kein Leid.
Nun tanzt du auf den Wolken,
mein kleines Flöckchen.
©S. Adameit
Nichts gibt es,
was uns,
unsere Liebe,
diese Einheit
zerstören kann.
Neider, Hasser,
Verletzte,
alte Lieben.
Alles nur Überbrückung,
weil wir uns
finden mussten,
sollten,
zwangsläufig.
Wie eine Notwendigkeit,
der wir nicht entgehen konnten.
Lange sind wir an uns vorbeigegangen,
trauten uns nicht,
näherten uns zaghaft.
Zu viel stand zwischen uns,
der erste Schritt,
er fiel so schwer,
doch,
der wahren Liebe
ist kein Entkommen.
©S.Adameit
Vater
wirst du nie los,
Mutter wird dich
immer begleiten,
egal in welchem Alter,
sie sind in dir,
sie halten dich,
sie helfen,
trösten, beraten,
bestimmen.
Kann ich mich lösen,
will ich das?
Immer spüre ich
ihre Präsenz,
erkenne Gemeinsamkeiten,
lebe die Fehler,
die aus Liebe gemacht,
die Gefühle,
die ich lernte
oder auch nicht.
Erleide die Vergangenheit,
ihrer Erziehung,
ihrer Erfahrungen,
ihrer Erkenntnisse,
die nicht immer
meine sind
und nie werden.
Kann ich mich lösen,
soll ich
oder muss ich?
Wann bin ich erwachsen?
Wenn ich alle
diese Erkenntnisse
und Erfahrungen abgeschüttelt habe?
Was bleibt über,
wenn ich es schaffe?
Gibt es mich dann noch?
Wer bin ich
ohne sie?
Kindheit,
Fluch
und Segen
Gnade,
Chance,
Zukunft.
©S.Adameit
Theme von Anders Norén — Hoch ↑