
Power of Nature

Mein Mann
Meine Katzen
Mein Auto
Mein Zuhause
Meins?
Unseres?
Wer gehört wem?
Was ist das für eine Bezeichnung?
Meins, seins, unseres?
Eine Gnade,
die uns geschenkt wurde.
Nie ist sie mein,
sie ist für mich,
für uns,
geliehen, geschenkt,
aber nie Besitz.
So viel Schönes,
so viel Gutes,
so viel Harmonie
ist zu viel
für einen kleinen Menschen,
wenn er das Leid
um sich herum sieht.
Ungerechte, grausame Welt,
die mir erspart bleibt,
weil ich in einem Land
geboren wurde,
das mir Freiheit erlaubt,
das im Frieden lebt.
Weil ich Eltern hatte,
die mich liebten,
alles für mich opferten.
Ich schließe die Tür
vor der schrecklichen Welt,
mupfel mich ein
in meinem Zuhause.
Das Böse,
das Schreckliche
lasse ich nicht hinein.
Ach, könnte es
doch jeder so handhaben.
Tür zu,
grausames Leben,
bleibe mir erspart.
Es bleibt,
tiefe Dankbarkeit,
für diese Gnade.
©Sabine Koss

machen wir alles anders,
haben wir endlich gelernt,
aus schmerzlichen Erfahrungen,
dummen Fehlern
unserer Gedankenlosigkeit,
unserem Egoismus.
Jetzt denken wir an uns,
jeder an den Anderen,
jeder an sich.
Jetzt sagen wir,
was mir meinen,
zeigen, was wir fühlen,
stehen zu uns
und unserer Liebe.
Jetzt lassen wir uns ein,
auf den Anderen,
auf unsere Bedürfnisse.
Jetzt sind wir uns wichtig,
jeder für sich,
jeder für unsere Gemeinsamkeit.
Jetzt ist es unsere Entscheidung,
sich noch einmal einzulassen,
noch einmal den Mut zu finden,
zu einem wahren Miteinander,
nach all den Tiefschlägen.
Jetzt haben wir ein Zuhause,
in uns, im Partner.
Alter ist kein Rückschritt,
es ist die Kunst,
Vergangenes anzunehmen
und zu lernen.
Immer wieder,
Altbekanntes neu zu gestalten,
behutsam miteinander umzugehen
sich nicht wieder in alten Spuren
zu verlaufen und alte Wunden zu pflegen.
Jetzt fangen wir an,
mit Altem zu brechen,
uns loszusagen vom Fluch der Gewohnheit.
Jetzt geben wir dem Neuen Gestalt.
Jetzt ist es soweit!
©Sabine Koss
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