Kategorie: Lyrics (Seite 48 von 67)

Sie will es doch

 

 

Questions

Vergewaltigung

 

Süß sieht sie aus in ihrem leichten Kleidchen. Ihr zartes Sommer Make-Up betont ihre zarte Haut. Ihre Augen strahlen, es geht ihr richtig gut. Sie genießt das Leben. Es war wieder einmal ein richtig schöner Tag, wäre da nicht dieser widerliche Typ gewesen, der sie so aufdringlich angestarrt hatte. Er verleidete ihr das leckere Eis, das sie mit ihren Freundinnen im Café genoss. Sie tat so, als ob sie ihn nicht sehen würde, diesen ungepflegten Kerl.

Zitternd hockt er im Dornengebüsch, beobachtet sie fröstelnd. Frisch ist die Nacht geworden. Er kann sich nicht sattsehen an dieser Frische, dieser Jugend. Alles an ihr ist perfekt. Sie sah heute im Café so niedlich aus. Ihr kurzes Kleidchen ist ja geradezu eine Einladung. Und dann dieser tiefe Ausschnitt, der ihre zarten Knospen erahnen ließ.

Verdammt, warum konnte der Bus nicht wie sonst auch Verspätung haben. Mist! Kein Geld fürs Taxi. Mutti geht nicht ans Handy, Papa arbeitet noch. Nun steht ihr ein langer Fußweg bevor. Sie ist nicht ängstlich, aber diese Nacht ist so extrem duster. Keine Sterne am Himmel, man sieht die Hand vor Augen nicht.

Wieder hat sie ihn abblitzen lassen. Dabei war er doch so nett zu ihr. Sie wurde richtig wütend, als er ihr einen Drink anbot. Diese Schlampe. Die macht doch mit jedem rum. Und überhaupt, so wie die rumläuft, will sie es doch. Was bildet die sich eigentlich ein?

7 Uhr Nachrichten
Eiderstedt. In der Nacht wurde ein junges Mädchen Opfer einer Vergewaltigung. Der Täter konnte unerkannt entkommen. Die dreizehnjährige schwebt in Lebensgefahr.
©S. Adameit

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Taub

Taub im Kopf
im Herzen
im Verstand
und in den Ohren.
Festgefahren im eigenen Sud
der verdrehten Gedanken.
Sie stehen vor einer Sackgasse.
Einer Einbahnstraße.
Keine Chance,
ihr zu entkommen?
In der Kindheit
haben sie gelernt,
die ersten Schritte zu gehen.
Hat ihnen niemand gezeigt,
auch andere Wege
zu gehen?
Verbohrt, verhärmt,
verbittert und einsam.
Menschen,
in ihren Riten, ihrem Habitus
und ihren Traditionen gefangen.
Ein selbstgebautes Gefängnis,
aus dem euch keiner befreien kann.
Das könnt nur ihr,
wenn ihr wollt.
©Sabine Adameit

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Land der Träume

Geh mit mir
in das Land deiner Träume
in das Unbekannte,
lass dich ein auf
Neues, Warmes, Weiches,
Schönes und Unerfahrenes.
Lass dich ein
auf deine Gedanken, Gefühle,
spüre dich, dein Selbst,
deine Wahrnehmung.
Wie fühlst du dich?
Macht es dir Angst?
Bleibst du bei dir?
Oder schweifen deine Gedanken
weg von dir,
zu Wolken,
die du nicht fassen kannst.
Gedanken, die dir entgleiten?
Geh zu dir,
geh in dich,
erlebe dich, erfahre dich,
in allen Facetten,
dem Guten, dem Bösen,
der Freude, dem Schmerz.
Wo bist Du?
Wer bist du?
Lässt du dich auf dich ein?
Gar nicht so einfach,
obwohl es so klingt.
Weißt du wirklich,
wer du bist,
was du bist?
Summe deiner Erfahrungen,
deiner Gedanken,
dener Schmerzen,
deiner Freude.
Bist du Verstand oder Gefühl?
Kannst du beides in Einklang bringen,
bist du eine Einheit
zu deinem Gefühl,
deinem Denken, deiner Erfahrung?
Siehst du dich,
wie du bist
oder wie andere dich sehen.
Erkennst du dein wahres Ich
oder interpretierst du dich
aus Meinungen anderer?
Wer bist du,
wo stehst du?
Was bist du?
Summe deiner Erfolge?
Oder deiner Misserfolge?
Kannst du beides in Einklang bringen?
Wann ruhst du in dir?
Wenn die Sonne scheint
oder auch,
wenn du den grauen Himmel siehst?
Liebst du die Nacht,
wie die Sonne?
Magst du dich
auch bei Misserfolgen?
Ruhst du in dir,
auch wenn du dich mal nicht magst?
Magst du dich auch,
wenn du in die Irre gehst?
Wenn du nicht so reagierst,
wie du es von dir erwartest?
Nimmst du sie an,
deine Fehlbarkeiten,
deinen Zorn,
deine Wut,
deine Stimmungen,
die du dir manchmal
nicht erklären kannst?
Wenn du dich so akzeptierst,
mit allen Fehlbarkeiten,
Schwächen, Hilflosigkeit,
Fragen, auf die du keine Antwort weißt,
kannst du damit leben?
Mit dieser Unvollkommenheit,
mit dieser Hilflosigkeit,
mit dieser Angst
vor dem Unbekannten,
vor dem Unerwarteten,
vor dem,
was ganz tief in dir steckt?
Was du verdrängst
und ganz tief verbirgst,
wegschiebst und vergisst?
So viele Fragen
und Antworten in dir.
Lass dich auf sie ein,
geh in die Tiefe,
dort ist die Antwort,
auf deine ungesteĺlte Frage.
Geh in das Land deiner Träume,
dort findest du die Antwort.
Copyright S. Adameit

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Du hast die Wahl

Das Streben nach dem Guten
beinhaltet die Erkenntnis,
das es das Böse gibt,
nicht nur da draußen
in der bösen Welt.
Nein, es ist in dir.
Es gehört zu dir,
du musst es erkennen
und akzeptieren.
Es gibt nichts Gutes
ohne die Dualität.
Finde dich damit ab.
Du willst alles richtig machen
alles gut machen,
aber das Gute
gibt es nicht ohne das Böse.
Hell nicht ohne Dunkel
Schatten nicht ohne Licht.
Akzeptiere dich
so wie du bist
empathisch und egoistisch
aggressiv und sanft
wütend und liebend
zart und brutal
arrogant und sensibel.
Das alles bist du
es ist in dir
Es ist der ewige Kampf
Teufel versus Gott
Mensch steht dazwischen
und muss sich entscheiden.
Liebe ist mein Weg
den ich ohne das Böse
nicht erkenne.
Du hast die Wahl.
©S. Adameit

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Gibt es

Liebe ohne Schmerz
Worte ohne Bedeutung
Verstand ohne Gefühl
reden ohne Inhalt
leben ohne Ziel
fühlen ohne Gespür
Sex ohne Liebe
spüren ohne Sinne
Liebe ohne Eigenliebe
Wut ohne Rache
Hass ohne Liebe
Angst ohne Furcht
Träume ohne Farben
Mensch ohne Natur?
©S.Adameit

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