Schlagwort: Not (Seite 3 von 4)

Versagt

versagen

Versagen

Trumpede
AfDidiotie
Putiniente
Chinakomplott und
Rechte Gehirnexterne
Irgendwie
Kriegen wir die Welt kaputt
Sehen wir eine Blume
Reißen wir sie aus
Leben wir in einer Demokratie
Erkennen wir sie nicht
Sind wir reich
Machen wir andere arm
Haben wir Macht
Lassen wir sie an Hilflosen aus
Sind wir sozial eingestellt
Werden wir ausgelacht
Sind wir unwissend, aber erfolgreich
Werden wir angehimmelt
Glauben wir an Gott
Werden wir verfolgt
Leben wir in einem armen Land
Sind wir nichts wert
Leben wir im reichen Land
Ohne erfolgreich zu sein
Staut sich Wut auf
Hass auf noch Ärmere
Wird zur Brutstätte für Radikale
Reichtum ist Verpflichtung
Anderen zu helfen
Die weniger Glück, Können
Oder Wissen haben
Darauf baut sich eine soziale Gesellschaft auf
Egoismus, Eigeninteresse
Unwissenheit und Gedankenlosigkeit
Scheinen die Sieger zu sein
Der Mensch als soziales Wesen
Hat kläglich versagt.
Copyright Sabine Adameit

 

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Wir leben

Mercy

Zerstörung

Alles zerstört
Die Bombe schlug direkt in mein Wohnzimmer ein
Ich war mit den Kindern gerade draußen,
Als ich den Einschlag hörte
Rannte ich mit ihnen nachhause
Unsere Wohnung lag in Schutt und Asche
Meine Frau und meine Mutter konnte ich nicht mehr retten
Kaum wiederzuerkennen
Waren sie unter den Trümmern
Meine Kinder schrien
Ich konnte sie kaum beruhigen
Wir gingen zu meiner Schwester
Sie ist verschont geblieben
Ohnmächtig vor Schmerz
Versuche ich, die Kinder zu trösten
Was soll ich nun tun
Wo sollen wir hin?
Meine Schwester nimmt uns auf
Aber sie hat nicht genug Platz für uns
Wir sind so dankbar
Dass sie uns eine Bleibe gibt
Aber ich kann es ihr nicht zumuten
In einer 3 Zimmer Wohnung
Mit zehn Menschen
Sie hat ja auch ihre Familie
Die Bombardierung hört nicht auf
Wir sind hier nicht sicher
Wir müssen hier raus

Ich habe jemanden kennengelernt
Der uns helfen will
Weg von diesen Schrecklichkeiten
Raus aus diesem Horror
Wir können einen Platz bekommen
In einem Boot in die Freiheit
Weg von diesem Krieg
Egal wohin
Hauptsache raus aus diesem Terror
Ich muss an meine Kinder denken
Sie sollen leben
Sie brauchen eine Chance
Ich habe hart gearbeitet und
Konnte etwas ansparen
Ich hebe mein ganzes Geld ab
Und bezahle für die
Fahrt in die Freiheit
Ich weiß, es wird gefährlich
Aber hier ist die Gefahr unvergleichlich größer
Wir gehen aufs Boot
Unsere einzige Chance
Vor den Bomben kann ich mich nicht retten
Sie fallen mittlerweile mehrmals täglich
Unberechenbar, tückisch, tödlich
Es ist reine Glücksache
Von ihnen nicht getroffen zu werden
Schlimmer kann es auf dem Boot nicht werden
200 Menschen auf einem zehn Meter Boot
Die Enge ist kaum zu ertragen
Aber hier fallen keine Bomben
Ich habe das Richtige getan
Nur für meine Kinder
Ich wäre lieber Zuhause geblieben
Und hätte meine Frau
Meine Mutter beerdigt
Aber auch Friedhöfe werden bombardiert
Meine Welt, mein Zuhause gibt es nicht mehr
Ich darf keine Trauer zeigen
Ich muss  stark sein
Sturm, Hunger und Durst
Menschen die vor Angst schreien
Ich nehme meine Kinder in den Arm
Und erzähle Geschichten
Von einer schönen neuen Welt
In der es kein Leid
Keinen Hunger, keine Not gibt
Keine Bomben, keine Gefahr
Ihre Augen strahlen
Wenn ich die neue Welt schildere
Ihre Tränen trocknen
Und ich glaube selber
Was ich ihnen erzähle
Obwohl ich weiß
Dass es diese schöne neue Welt nicht gibt
Das Unwetter haben wir überstanden
Land in Sicht, haben wir es geschafft?
Wir leben, alles ist gut
Copyright Sabine Adameit

 

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Einfach abschalten

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Im Garten sitzen, Sonne und Abendstimmung genießen, tief Luft holen, Natur einsaugen.
Doch die Nachrichten holen mich ein. Tablet und Handy informieren mich über die neuesten Schrecklichkeiten. Kann man wirklich noch abschalten, relaxen, genießen, angesichts des Elends in dieser Welt, das einen immer und überall daran erinnert, dass nichts, aber auch gar nichts in Ordnung ist.
Darf man sich in diesen Zeiten einfach zurücklehnen und genießen, weil man selber nicht direkt betroffen ist? Kann man sich diesem Elend entziehen? Ich kann diese Not, den Krieg, diese Grausamkeiten nicht verhindern, aber irgendwie fühle ich mich immer mitschuldig, wenn Menschen Anderen Leid zufügen. Ich gehöre nun mal zu dieser Spezies. Ich bin zwar für deren Tun nicht verantwortlich, aber ich frage mich dennoch, was macht Menschen zu Tätern, Attentätern, Amokläufern, Kriegstreibern, Hetzern, Rassisten?
Wir haben doch alle dieselben Wurzeln. Wir bestehen darauf, dass wir uns durch Bewusstsein und Verstand abheben von den angeblich so brutalen, animalischen Tieren. Manchmal denke ich, Tiere haben den Menschen einiges voraus. Aber ich schweife ab.

Ich will entspannen, abschalten. Es gelingt mir nicht. Die Nachrichten sind allgegenwärtig. Vorbei die Zeiten, wo man um 20 Uhr die Nachrichten anstellte, sie waren weit weg. Dann gab es wieder das eigene kleine Leben.
Heute informiert mich mein Smartfon über alles, was gerade in dieser Welt geschieht. Ich kann mich dem nicht entziehen, es sei denn, ich stelle mein Handy aus, aber das geht ja gar nicht.
Was haben wir bloß früher ohne diesen Zeitsauger gemacht? Heute kriege ich schon einen kleinen Panikanfall, wenn ich zum Einkaufen fahre und ich ihn vergesse. Ich bin nicht erreichbar und ich kann keinen erreichen, wenn irgendetwas passiert. Unvorstellbar!
Wie hat sich unser Leben verändert. Wie hat sich unsere Lebensqualität verändert. Ist das wirklich eine positive Entwicklung? Egal, man kann sie nicht mehr zurückschrauben. Sie hat, wie immer ihre Vor- und Nachteile. In der Welt tobt der Krieg, die Not, das Leid und alles findet hier direkt bei mir zuhause statt, wenn ich es an mich heran lasse. 

Aber ich will jetzt mal abschalten. Ich will genießen.

Ich sitze im Garten und genieße die Stille, die Ruhe.
Und ich danke Gott, dass es mir so unvorstellbar gut geht.
©Sabine Adameit

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Mahlzeit

Der Tisch ist reichlich gedeckt.
Abendessen, Kerze an,
sanfte Musik aus dem Radio.
Noch ein Toast,
es schmeckt grad so lecker.
150 Tote, 300 Verletzte
durch Selbstmordattentäter.
1,3 Millionen Menschen im Yemen
stehen vor dem Hungertod.
Ist noch etwas Lachs da?
Wieviele Menschen bekommen Essen
durch meine Spenden?
Zwei oder drei?
Wenn die Banken nur 1%
ihrer Gewinne einsetzen würden,
müsste keiner mehr hungern.
Nur einfach vom Gewinn.
Was ist daran so schwierig?
Wir werden nicht Hunger leiden,
die Reichen werden nicht ärmer
Was ist das für eine perverse Welt?
Auch Banker sind Menschen,
sie haben Kinder
Gerade ein S8 bekommen.
Reichst du mir mal bitte
das Brot rüber?
©S. Adameit

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