Schlagwort: Sterben (Seite 2 von 2)

Koma

schlaflos

Koma

Er kommt auf mich zu
Mit wutverzerrter Grimasse
Schlägt er mir ins Gesicht
Sturz auf den Stein
Mit dem Hinterkopf
Die Welt verschwindet
Ich kann mich nicht bewegen
Menschen um mich
Ich höre sie
Wie aus einer anderen Welt
Dann wird es dunkel
Es gibt mich nicht mehr
Schwarz, alles ist schwarz
Kein Gefühl, keine Wahrnehmung
Keine Regung, ich habe sie verlassen
Die Welt, das Irdische
Stunden ohne Bewusstsein
Im Irgendwo, im absoluten Nichts.

Erwachen in eine neue Welt
Nichts ist mehr, wie es war.
Copyrights Sabine Adameit

Share this:
Share

Schmerz

wp-1482280357383.jpeg

Lacrima

Schmerz,
endlich zeigst du dich.
So viele Tode,
die ich vor Erstarrung
nicht betrauern konnte.
So viele Tode
in so kurzer Zeit.
Es ist,
als ob die Gefühle abschalten,
weil Mensch
sie nicht ertragen kann.
Schmerz ist nur
bis zu einem gewissen
Grade zu spüren,
dann fällt man
in einen Schockzustand.
Gnade der Natur.
Du bekommst nur soviel,
wie du erträgst.
Schmerz,
Verlust,
Trauer,
Entscheidung
du darfst sie treffen,
bei Tieren,
dort darfst du lindern.
Bei Menschen
stehst du hilflos daneben
und musst das Leiden mitansehen.
Kannst nicht helfen,
kannst nichts abnehmen.
Vielleicht lindern
durch Verständnis
und Dasein,
kümmern und pflegen.
Schmerz so hilfreich
und so grausam.
Der Tod naht,
bei Menschen wartest du auf ihn,
bei Tieren entscheidest du.
Du darfst helfen,
aber du bist angewiesen
auf deine innere Stimme.
Wann quält sich dein geliebter Gefährte,
wann ist es soweit?
Tod kann Freund und
Quäler sein.
Verlust,
immer schlimm.
Aber es geht nun nicht um mich.
Es geht um meinen Partner,
meinen Freund,
meine Lieben,
meine Seelenverbündeten.
Tier,
dir darf ich helfen.
Mensch,
dich muss ich leiden sehen.
Für dich kann ich nur da sein,
um dein Leiden zu lindern.
Aber was ist das schon?
Schmerz, Leid,
das kann ich dir nicht abnehmen.
Schmerz,
du tust so weh.
©S. Adameit

Share this:
Share

So viele Fragen

Plötzlich ist es da,
das Ende,
meiner Träume,
meines Lebens.

Ich spüre,
die Uhr läuft ab.
Das Leben
zieht an mir vorbei.

Ist es wirklich schon so weit?
Es ging alles so fürchterlich schnell.
Habe ich etwas verpasst?
Habe ich wirklich gelebt?

Vergangenes wird so klar,
Zukunft so fern,
so schwer,
keine Ziele mehr.

Will ich noch mehr?
Will ich noch weiter?
Ich weiß es nicht.
Nur eines ist noch wichtig.

Ich rede nun in der Vergangenheit.
Hatte ich ein erfülltes Leben?
Es war hart.
Es war schön.

Darf ich schon gehen?
Will ich schon gehen?
Muss ich schon gehen?
Die Kraft lässt nach.

Der Wille wird schwach.
Soll ich aufgeben?
Oder stelle ich mich
noch einmal dem Leben?

So viele Fragen,
beantworten wird sie nur einer.
Er hat mich immer geführt
und er läßt mich nie alleine.

©Sabine Koss

Share this:
Share
Neuere Beiträge »

© 2021

Theme von Anders NorénHoch ↑

Share