Schlagwort: Verständnis

Babylon

 

Wortgewalt

Worte, zur Verständigung gedacht.
Führen so oft
zu Missverständnissen.
Weil nicht nur Worte klingen,
Sondern Egos mitschwingen.
Selbstverliebte Statements,
Als Zustimmung zur eigenen Meinung,
Zum unangreifbaren Ich.
Worte, die nur angenommen,
Um zu bestätigen.
Gehen sie nicht konform,
Werden sie abgetan,
Werden nicht ernstgenommen,
Weil sie treffen können.
Den Kern, das Innere.
So verklingen sie, gehört,
Doch unverstanden.
Schwelen im Hintergrund,
Wirken weiter,
Bleiben jedoch unerkannt
Und unverstanden.
Früher war es die Metapher
Zum Turm von Babylon.

Copyrights Sabine Adameit

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Mein Mann

liebe-sw-2

Ein Kaffee am Morgen
Mit Liebe gekocht
Gehauchte Küsse
Zarte Berührung
Er gibt mir Sicherheit
Nimmt mich so
Wie ich bin
Bewundert meine Kraft
Reicht mir die Hand
Tanzt mit mir
In den Regenbogen
Trägt mich
Wenn mein Herz so schwer
Stützt mich
In Stunden der Trauer
Teilt meine Sorgen
Und Ängste
Wärmt mein Herz
Spendet Trost
Trägt mich auf Wolken
Immer für mich da
Sogar im Zorn
Schwebt das große Herz
Immer bereit
Zu verzeihn
Mein Freund, mein Partner
Mein Mann
Copyrights Sabine Adameit

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Unsere Kultur

Nazis

Culture

Kann ich wirklich mitreden
Darf ich meine Stimme erheben
Wenn es mir so gut geht
Ich keine Not leide
Auch wenn ich viel Leid erfuhr
Aber doch nichts
Im Vergleich zur Grausamkeit in dieser Welt
Menschen verlieren ihre Heimat
Sie erfahren Krieg
Von dem wir seit langem verschont blieben
Sie werden misshandelt
Erniedrigt und ausgebeutet
Damit es uns besser geht
Alles wird ihnen genommen

Sie fliehen in eine heile Welt
Um dort wieder erniedrigt zu werden
Nur weil sie nichts mehr haben
Und nichts mehr wert sind
Denn hier bei uns
Zählt nur das Geld
Und der Erfolg
Wer das nicht bieten kann
Wird gnadenlos niedergemacht
Prolls wie Geissens
Überschwemmen die Medien
Nur weil sie reich sind
Sie sind dumm und verblödet
Aber sie finden Anerkennung
Und Aufmerksamkeit
Menschen die alles verloren
Ohne Schuld
Hatten in ihrem Land etwas aufgebaut
Sie werden bei uns behandelt
Wie der letzte Dreck
Nicht nur das
Unsere besorgten Bürger meinen
Sie nehmen ihnen etwas weg
Von ihrem Harz 4 Einkommen
Wie abgestumpft und dumpf
Muss man sein
Um diese Menschen nicht
Mit offenen Armen zu empfangen
Wir sind ein reiches Land
Wir leiden keine Not
Auch wenn es hier noch viel zu tun gibt
Aber kann man das vergleichen
Mit der Not und dem Elend
Das diese Menschen erfahren mussten
Denen alles genommen wurde?
Wie stolz waren wir in Notzeiten
Dass wir uns gegenseitig halfen
Und unter die Arme griffen
Gilt das alles nicht mehr
Wenn die Menschen aus einem anderen Land kommen
Deren Kultur wir nicht verstehen?
Wir sind so stolz auf unser Land
Der Dichter und Denker
Deren Ansinnen es immer war
Menschlichkeit und Empathie
Freiheit und Freigebigkeit
Zu vermitteln
Weil, uns geht es gut
So gut, wie kaum einem anderen Land
Heute dürfen wir wieder beweisen
Und zeigen
Dass wir das Land dieser Dichter und Denker sind
Und beweisen
Was unsere Kultur ausmacht.
Copyright Sabine Adameit

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