
Der erste Schritt,
unbeholfen,
immer mit Stolpern verbunden,
führt zum Fall.
Der zweite Schritt,
zaghaft, behutsam,
manchmal gelingt er.
Der dritte Schritt,
überlegt und wohl gesetzt,
viel wagender und
von Erfolg gekrönt.
Aus Schritten entsteht der Gang,
schwankend erst,
behutsam,
dann bedacht und aufrecht.
Mutig setze ich
Schritt vor Schritt,
immer wieder neu.
Der Gang hinein
ins Unerforschte,
Unbekannte,
in eine Zukunft,
die ich gestalte,
die geschrieben steht,
schon lange,
bevor ich sie kenne.
©Sabine Koss

Die Gestaltung obliegt mir, denke ich. Auch wenn alles schon in dem „großen Buch“ steht.
Interessante Darstellung des Laufenlernens im echten wie übertragenen Sinn. Mich stört nur der Determinismus am Ende, denn der lässt eigentlich keine Zukunfzsgestaltung zu und lässt eine fatalistische Welteinstellung zu.